• Kummerbuben

Kummerbuben

10.08.2018    

Wie haben wir uns als Kinder jeweils auf die Kummerbuben gefreut und den Geschichten still, ja fast andächtig, zugehört! Die Buben wohnten mit ihren Eltern, Gottfried und Sofie, in einem baufälligen Häuschen ohne Strom und Wasser. Die Eltern waren sehr stolz auf ihre sechs Buben Hermann (Mändu), Hans und Fritz, Fred, Peterli und Päuli. Eines Tages kam der böse Garagist Hannes Lüthi und forderte Fr. 350.– Zinsen auf einen Schuldbrief ein. Der Tagelöhner Kummer hatte aber kein Geld übrig. Lüthi machte Kummer klar, dass er das Geld Ende Monat bar auf dem Tisch haben wolle, oder er würde den Schuldbrief kündigen. Dann hätten die Kummers ihr Heimetli verkaufen müssen – und das wollten sie natürlich verhindern. Mit allen Mitteln versuchten sie deshalb, die damals beachtliche Summe von Fr. 350.– zusammenzubringen. Die sechs Kummerbuben halfen alle mit. Auch Benz (Ruedi Walter), der als Untermieter in einem Anbau wohnte, steuerte im Geheimen einen Batzen bei – und zwar so, dass seine bissige Gattin Bäbi (Margrit Rainer) davon nichts mitbekam. Ein reicher Fremder tauchte auf, der das baufällige Häuschen als Ferienhaus kaufen wollte. Es wurde enger und enger für die Familie. Zu guter Letzt konnte das Häuschen – und die Familie – gerettet werden. Lüthi und sein Sohn wurden am Ende der Geschichte zu anständigen Menschen, die anderen halfen, schnell und nett.

Wie haben wir Kinder damals mit dieser Familie mitgelitten und dabei gar nicht gemerkt, dass auch wir kaum mehr besassen als die Kummers. Aber die Solidarität war das Wichtigste – und die war stets gross. Auch wir hätten gespendet, wenn denn ein Aufruf gekommen wäre. Und heute? Viele schauen nur für sich: Was kümmert mich das Leid anderer? Ich habe doch selbst genügend Leid. Sind wir reich? – Das haben wir uns kürzlich in einer privaten Runde gefragt. Die Meinungen gingen extrem auseinander, und in der Tat ist es so, dass es darauf ankommt, mit wem man sich vergleicht. Wir dürfen unsere Güter geniessen, sollten aber stets dankbar dafür sein und uns nicht immer auch noch beschweren.

Ihr dankbarer Ansgar Gmür

PS. Der Film «Die 6 Kummerbuben» läuft übrigens in einer neu restaurierten HD-Fassung diesen Sonntag, 12. August, 20.05 Uhr, auf SRF 1.

Fritz kommt nach Hause und sagt: «Juhui, wir haben hitzefrei!» Fragt sein Vater: «Was?! Mitten im Winter!?» Fritz: «Ja! Das Schulhaus brennt!»

Sagt der zehnjährige Sohn zu seinem Vater: «Papa, kann ich mal deine Taschenlampe haben? » «Wozu denn?» «Wir treffen uns heute Abend mit der Clique und ein paar Mädchen im Park und knutschen da ein bisschen herum. » «Also, zu meiner Zeit konnten wir das auch im Dunkeln ...» «Ja, so sieht Mama auch aus ...»